Dielen als Wandverkleidung stilvoll einsetzen

Dielen als Wandverlegung

Dielen als Wandverkleidung

Sind Dielen auch als Wandverkleidung einsetzbar? Erfahren Sie, wie Sie Dielen nicht nur für den Holzboden als Stilmittel verwenden können.

Als Produzent von Schlossdielen werden wir immer wieder gefragt: Braucht man für Schlossdielen wirklich ein Schloss? Nein, dass ist natürlich Quatsch. Dielen sind heutzutage als Stilmittel in vielerlei Hinsicht gefragter den je.

In der heutigen, schnelllebigen Wegwerfgesellschaft, besinnen immer mehr Menschen wieder auf die ursprünglichsten, natürlichsten und sinnlichen Dinge zurück. Somit liegt die Verwendung von wuchtigen Schlossdielen für den Holzboden mehr & mehr im Trend.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Dielen nicht nur für den Boden einzusetzen. Immer häufiger verwenden Architekten und Planer Schlossdielen, um besondere Akzente zu setzen. Die Verwendung von Dielen zur Verkleidung der Rückwand einer Küchenfront oder gar von kompletten Wänden sowie Decken, ist hier besonders beliebt.

Hier wirken großformatige, breite und raumlange massive Schlossdielen deutlich anders als kleine Beschalungsbretter, mit einer Breite von vielleicht 12 bis 13 cm. Gerade die Eiche setzt hier besonders schöne Maßstäbe, da sie durch ihre reine Kernholzeigenschaft besonders schlicht und natürlich wirken kann.

Dielen als Wandverkleidung

Es gibt, wie bei der Bodenverlegung, mehrere Möglichkeiten Dielen und Schlossdielen als Wand- bzw. Deckenverkleidung zu platzieren.

In einem gewöhnlichen Haus, was eine typische Beton- und Steinwand hat, ist es relativ einfach, Dielen ganz klassisch mittlels Bohrung und Dübeln an die Wände zu montieren. Dies ist allerdings mit einem erheblichen Aufwand verbunden, es sei denn man nutzt den klassischen Schlagdübel.

Eine weitere Möglichkeit, ist die sogenannte Holzbauweise. Bei der Holzbauweise können die Dielen von der Innenseite gleichzeitig als Raumtrenner oder Zwischenwand eingesetzt werden. Es empfiehlt sich selbst bei Steinwänden, eine leichte Hinterlüftung zu gewährleisten. Dies kann der Monteur meist so umsetzen, dass er hinter die Dielen eine Lattung montiert, welche dann die späteren Dielen aufnimmt.

Gestaltung von Dielen an Wänden und Decken

Bei einer Dielenwand ergeben sich etwas andere stilistische Eindrücke, als bei Einsatz eines Holzfußbodens, weil sich die Dielen frontal auf Augenhöhe befinden. Weiterhin muss die Oberflächenbeschaffenheit der Dielen etwas anders sein, als auf dem Holzboden. Es ist davon auszugehen, dass eine Diele als Wandverkleidung häufiger mit den Händen berührt wird. Die daraus resultierenden Fett- und Schmutzstellen, sind auf dem einem Dielenfußboden in der Regel nicht zu finden.

Die Dielen an den Wänden, können einfach gebürstet bzw. geschliffen werden und eine anschließende Versiegelung durch Hartwachsöl erhalten. Als besonders rustikales Stilelement werden die Dielen als Rohbretter montiert.

Dielen Wandverkleidung als fallende Breiten

Anders als beim Boden kann man mit den Augen die Fugen des Holzes besser an der Wand verfolgen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei einer Dielenwand mit fallenden Breiten eine gewissen Regelmäßigkeit bzw. Muster hervorzuheben.

Schließlich werden Dielen an Wänden nicht so häufig unterbrochen wie zum Beispiel durch aufgestellte Möbelstücke im Fußbodenbereich. Hinzu kommt, dass eine Dielenwand mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht von sehr großen Möbelstücken zugestellt wird.

Dielen als Wandverkleidung sind schmaler

Demzufolge empfiehlt es sich hier, ein Raster zu wählen, welches auch etwas schmaler ist als das auf dem Boden. Dielenbreiten zwischen 15 und 30 cm sollten hierbei nicht überschritten werden. Anders sieht es wieder aus bei sogenannten Dielen mit einheitlichen Breiten, den sogenannten Fixbreiten.

Hier kann der Stil vor allem durch sehr großformatige Dielen und Schlossdielen sehr puristisch wirken. Die Dielen mit fester Breite werden in der Regel von der Decke bis zum Boden in ein regelmäßiges Rastersystem eingebaut. Dann sind die Dielen als Vollformate zu sehen und enden oben und unten als volle Diele.

Die besten Hölzer für eine Wandverkleidung

Die Wahl des Holzes ist wie immer vom Licht abhängig. Bei großen raumhohen Fenstern können durchaus auch dunklere Dielen-Hölzer Verwendung finden. Häufig kommen hier die angeräucherte Eichendielen, Dielen aus Nussbaum- oder Kirschholz sowie Robiniendielen zum Einsatz.

Bei etwas weniger beleuchteten Räumen, empfiehlt es sich eher, mit helleren Hölzern zu arbeiten. Hier sind Douglasie Dielen, Dielen aus Ahorn oder Eichendielen mit Eiche-Roheffekt zu empfehlen. Der Eiche-Roheffekt sorgt dafür, dass die Eiche über viele Jahre hinweg die gleiche Farbe behält und nicht nachdunkelt oder gelblich und bräunlich wird.

So setzen Sie mit Dielen besondere Akzente

Man kann mit einer raumlangen Diele an der Wand spielerisch umgehen. Es ist nicht notwendig, die gesamte Wand mit Dielen zu verlegen. So gibt es zum Beispiel die Option, die Dielen auf dem Boden zu verlegen. Anschließend können Sie in der gleichen Dielenverlegerichtung an den Hirnholzenden der Dielen, diese etwas an der Wand hochzuziehen.

Auf diese Weise können die Dielen wie ein Gemälde an der Wand wirken. In Kombination mit einen schönen farblich abgestimmten Absatz, um dem Raum die Lebendigkeit des Dielenfußbodens zu geben.

Ebenso passen Dielen an Wänden zu Sichtbeton. Das wärmende Holz bricht die ästhetische aber kühle, harte Ausstrahlung des Betons. So verleiht die Dielenwand als Stilelement, einen wohnlich, warmen Einschuss in das sonst sterile Ambiente.

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Die optimale Stärke der Dielen

Es reicht bei einer Dielenwand vollkommen aus, Dielenstärken von 16 bis 20 mm zu verwenden. Für den Einbau in Feuchträumen oder solchen, mit wechselnden klimatischen Bedingungen, empfehlen wir mit unserem Stabilisationssystem zu arbeiten. Um das Verwerfen, Quellen oder Schwinden der Dielen zu reduzieren, werden alle 12 bis 15 Zentimeter, Glasfaserstäbe auf der Rückseite der Dielen eingearbeitet. Diese stabilisieren die Diele und lassen sie deutlich ruhiger liegen.

Quellen und Schwinden können reduziert werden

Das Quellen und Schwinden, was bei sehr langen massiven Schlossdielen normalerweise stärker zum Tragen kommt, wird durch den Einbau des Stabilisationssystem zunehmend reduziert.

An Wänden ist es im Gegensatz zu dem Dielenfußboden nicht so sinnvoll, große Fugen entstehen zu lassen. Schließen verschmutzen die Fugen an Wänden und können nicht so einfach wie beim Fußboden ausgesaugt werden. Wer möchte schon umständlich an den Wänden mit einem Staubsauger arbeiten.

Die eingebauten Stabilisatoren auf dem Rücken der Dielen können durch die eingesetzten Glasfaserstäbe auch das Quellen und Schwinden fast völlig ausschließen.

Die Einarbeitung einer Fase an den Dielenstößen empfehlen wir jedoch sehr. So heben sich die Dielen als einzelne breite Elemente, besonders aus der Gesamtfläche hervor.

Umgestaltung der Holzoptik der Wände ist möglich

Dadurch, dass sich Dielen an einer Wand kaum abnutzen, ist eine Umgestaltung der Holzoptik auch zu einem späteren Zeitpunkt sehr leicht möglich. Beispielsweise können Sie die Dielen nach einigen Jahren überstreichen oder ein Entkopplungsflies aufkleben. Anschließend ist es möglich auf den Dielen sogar zu tapezieren ohne sie ausbauen zu müssen.

Ebenso ist es möglich selbst nach 50 Jahren, diesen Fließ wieder zu entfernen und die Holzwand durch etwas verschleifen wieder im neuen Glanz erstrahlen zu lassen.

Haben sie also Fragen zu der Einbauweise sowie auch der Montage der Dielen, können Sie uns gerne anrufen. Wir freuen uns über Ihre Anfragen, wenn es darum geht, Schlossdielen an den Wänden und natürlich auch auf Fußböden zu verlegen.

Bis dahin Ihr Jan Nicklaus von der Havelland Diele