Eiche Terrassendielen für Ihren Garten?

Eiche Terrassendielen

Eiche Terrassendielen © Kristina Blokhin – https://stock.adobe.co

Sie wünschen sich Eiche Terrassendielen für Ihren Garten? Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile von einer Eiche Holzterrasse als Alternative zur Douglasie auf.

In der allgemeinen Bevölkerung herrscht immer noch die Meinung vor, dass Eichenholz nicht für den Bau einer Holzterrasse geeignet sei. Doch das stimmt nicht, tatsächlich sind Eiche Terrassendielen eine echte Alternative zur Douglasie oder Lärche. In diesem Artikel möchten wir aufzeigen, was Eiche Terrassendielen so besonders macht und welche Vor- und Nachteile der Bau von einer Eiche Holzterrasse hat.

Was Eichenholz so besonders macht?

Seit dem 18. Jahrhundert ist die Eiche der Nationalbaum Deutschlands. Die meisten Arten stammen aus Nordamerika, doch auch in Eurasien haben sich einige Arten entwickelt. Mittlerweile ist die älteste Eiche in Deutschland rund 800 Jahre alt. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870 bis 1871) wurden eine große Zahl an Friedenseichen in Deutschland gepflanzt. Somit ist die Eiche in Deutschland auch ein Symbol des Friedens. Schauen wir uns genauer an, was Eichenholz für den Bau einer Holzterrasse so besonders macht.

Eiche ist Hartholz

Mit einer Brinellhärte von 37 N pro mm² ist Eichenholz ganz klar ein Hartholz. Die Eiche erreicht zwar nicht die Härte der Robinie (41 N pro mm²). Jedoch liegt sie deutlich über dem der beliebten Terrassenhölzer Douglasie oder Lärche, die mit einer Brinellhärte von 19 bis 20 N pro mm² eher eine mittelharte Härte besitzen.

Gute Dauerhaftigkeitsklasse

Eine der wichtigsten Kriterien für die Eignung eines Holzes für den Bau einer Terrasse ist die Dauerhaftigkeitsklasse, da sie angibt, wie beständig das Holz gegenüber Witterung und Insektenfraß im Freien ist. Die Dauerhaftigkeitsklasse wird in den Schulnoten von 1 bis 5 bewertet. Hierbei steht eine Dauerhaftigkeitsklasse von 1 für eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Witterung, während die Dauerhaftigkeitsklasse von 5 für eine mangelnde Eignung für den Terrassenbau steht.

Die europäische Eiche hat eine Dauerhaftigkeitsklasse von 2 und hat damit eine gute Beständigkeit gegenüber Witterung sowie Insektenfraß im Freien. Gegenüber der Douglasie und Lärche, die nur eine mittlere Dauerhaftigkeitsklasse zwischen 3 und 4 erreichen, ist Eichenholz also deutlich beständiger.

Warme Holzstruktur

Eichenholz hat eine sehr warme und gemütlich wirkende Färbung und Holzstruktur. Hierbei hebt sich das gelbbraune Kernholz leicht von einem hellen Splintholz ab. Setzt man Eichenholz länger dem Sonnenlicht aus, so dunkelt das Eichenholz nach und verschiebt sich ins Gelbliche bis Dunkelbraune. Die relativ homogene Holzstruktur und Maserung mit interessanten kleinen Facetten findet auch noch heute viele Holzliebhaber.

Alternative zu Tropenholz

Das stärkste Argument, sich für Eiche Terrassendielen zu entscheiden, ist der Umweltschutz. Eigentlich steht Eichenholz vielen Tropenhölzern in seinen Eigenschaften nichts nach. Auch Bankirai hat je nach Art nur eine Dauerhaftigkeitsklasse von 2 und eine Brinellhärte von 26 bis 38 N pro mm² und ist mit der Eiche vergleichbar. Warum sollen wir den Regenwald weiter abholzen, wenn wir gute heimische Terrassenhölzer vor Ort haben? In Deutschland gibt es einen guten Wald- und Forstschutz, während im Regenwald purer Raubbau getrieben wird. Aus diesem Grund ist die Wahl eines europäischen Holzes für die Holzterrasse aus ökologischer Sicht die beste Wahl.

Eiche Terrassendielen – Vor- und Nachteile

Jedes Terrassenholz hat ihre Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. Eichenholz ist ein sehr vielseitiges Dielenholz, doch es hat auch Ecken und Kanten, die wir genauer beleuchten möchten.

Große Breiten und Längen möglich

Ein Eichenbaum kann eine Wuchshöhe von etwa 35 Metern bei einer Stammbreite von bis zu zwei Metern erreichen. Die Eiche wächst meist gerade und hat einen Erdstamm von 8 bis 13 Metern.  Damit lassen sich aus Eichenholz bis zu 300 mm breite und über 10 Meter lange Eiche Terrassendielen herstellen. Dies ist beispielsweise ein großer Vorteil gegenüber der Robinie, dessen Terrassendielen maximal 5 Metern lang produziert werden können.

Quellen und Schwinden bei großen Dimension

Stellt man Eiche Terrassendielen in großen Längen und Breiten her, muss man vermehrt mit der Bildung von Quellen und Schwinden rechnen. Die Neigung zu Quellen und Schwinden kann man jedoch deutlich reduzieren, wenn man die Dielung stabilisiert. Hierzu verwenden wir das patentierte Stabilisationssystem, bei dem Glasfaserstäbe unterhalb der Dielung eingebracht werden.

Stärke wichtiger als Dauerhaftigkeitsklasse

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Dauerhaftigkeitsklasse nicht alles ist. Tatsächlich ist die Dielenstärke mindestens genauso entscheidend für die Haltbarkeit der Dielung im Freien wie die Dauerhaftigkeitsklasse. Hierbei ist es logisch, dass 20 mm starke Eiche Terrassendielen weniger Feuchtigkeit aufnehmen können, als 40 mm starke Eichendielen. Wir empfehlen ein Verhältnis von Breite zur Stärke von etwa 5 bis 6. Dies würde bei 200 mm breiten Dielen eine Dielenstärke von 34 bis 40 mm entsprechen.

Verlegbar bei großer Frequentierung

Aufgrund der hohen Härte können Eiche Terrassendielen auch bei hoher Frequentierung z. B. bei gewerblicher Nutzung eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird bei vielen Restaurants bei der Außenterrasse gern Eichen- oder Robinienholz eingesetzt.

Eiche Terrassendielen ohne Riffelung

Vergleicht man die Eiche mit anderen Harthölzern ist sie eher kurzfaserig. Somit erhält man durch Schleifen meist eine glatte Oberfläche, die nur selten zur Splitterbildung neigt. Es ist daher sehr günstig, eine Eiche Terrassendielung ohne Rillung herzustellen, weil so Regenwasser weniger tief ins Terrassenholz eindringen kann. Im Wasser selbst befinden sich meist Wasserpilze und andere Schädlinge, die dem Holz zu schaffen machen.

Effektive Holzschutzmaßnahmen nötig

Damit ein Eichen Terrassenboden möglichst lange hält, braucht es einige Holzschutzmaßnahmen. Beispielsweise sollte man die Terrasse immer in leichter Neigung bauen, damit Regenwasser leicht abfließen kann. Ebenso ist es empfehlenswert, die Terrasse mindestens 20 cm über dem Erdreich auf einem Kiesbett mit Unkrautsperre zu bauen, damit weniger holzfressende Insekten das Dielenholz angreifen können. Eine weitere wichtige Maßnahme ist das Ölen der Dielen, womit die Oberfläche der Dielung versiegelt und somit vor Feuchtigkeit und Regen besser geschützt ist.

Eiche Schlossdielen für den Innenbereich

Eiche Schlossdielen Innen

Eiche Schlossdielen Innen © Havelland Diele GmbH

Die Eiche ist eines der wenigen Hölzer, die sehr gut im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Mit der heutigen Technik lassen sich Eiche Schlossdielen in 200 bis 500 mm Breite, 2 bis 13 Metern Länge und 20 bis 35 mm Stärke herstellen. Optisch wirkt es besonders harmonisch, wenn man von einer Eiche Terrassendiele auf eine Eiche Schlossdiele im Innenbereich blicken kann. Das gleiche Dielenholz für Innen- und Außen zu verwenden, kann für „Eyecatcher-Momente” sorgen, wenn Belichtung und Holzfarbe gut gewählt wurden.

Sie möchten auch gern eine Holzterrasse aus purem Eichenholz in Ihrem Garten bewundern? Dann melden Sie sich bei uns, wir beantworten Ihre Fragen zur Realisierung Ihrer Traumterrasse.

Ihr Jan Nicklaus von der Havelland Diele

 

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