Schlossdielen oder Parkett?

Schlossdielen Birke

Schlossdielen aus Birke © Havelland Diele GmbH

Schlossdielen oder Parkett – welcher Holzboden ist der Beste? Wir zeigen die wesentlichen Vor- und Nachteile der beiden Holzfußböden auf.

Viele Menschen fragen sich, welcher Holzboden es sein soll. Was für den einen, wundervoller Fischgrät Parkettboden ist, ist für den anderen Dielenboden aus Schlossdielen. Im heutigen Artikel möchten wir die Vor- und Nachteile der beiden Holzfußböden diskutieren.

Schlossdielen oder Parkett – Was ist besser?

Als erstes einmal gibt es keinen klaren Sieger, was die optische Vor- und Nachteile von Schlossdielen vs. Parkett angeht. Das Stabparkett kann man sehr sauber selektieren und verschiedenste Verlegeformen einbringen. Schlossdielen hingegen sind das Herz und der Ursprung des Baumes und damit das pure Holz. Hierzu zählen eben Äste und verschiedenste Farbeinläufe. Auch kleinere Risse oder mal eine Reparatur sind bei Schlossdielen oft einhergehend und gehören zu dem natürlichen Erscheinungsbild. Schauen wir uns beide Seiten genauer an.

Das klassische Stabparkett

Parkettstäbe Eiche Massivholz

Parkettstäbe aus Massivholz © Havelland Diele GbmH

Stabparkett wird meistens in 60 oder 70 mm Breite produziert und hat Längen zwischen 250 bis 500 mm. Einige Parkettstäbe können auch 600 mm lang sein. Bei uns wird unsere Minidiele, angelehnt an unsere Smartwood Dielen, in 85 mm Breite und 510 mm Länge sowie 595 mm Länge produziert.

Verschiedene Verlegemuster möglich

Dieses Stabparkett, wenn man es so bezeichnen möchte, kann als Würfelboden, Schiffsboden, Fischgrätboden oder englischer Verband verlegt werden.

Viele Optionen in der Sortierung

Bei unserer Minidiele unterscheiden wir in drei Sortierungen. Hier wäre die ABC-Mix Sortierung, welche kleine Äste hat und gesunden Splint besitzt die erste und geringste Sortierung. Als nächstes kommt unsere Selekt-Sortierung, welche kein Splint hat sowie nur noch sehr wenig Äste besitzt bis 10 mm Durchmesser. Zum Ende kommt dann die Selekt Premium Sortierung, welche fast astfrei ist und ein sehr gleichmäßiges Erscheinungsbild besitzt. Allein hier ist schon zu sehen, was für Möglichkeiten bei der Holzsortierung möglich sind, die ich bei einer langen Schlossdiele nicht erreichen kann. Desweiteren kann ich mich nun bei der Verlegung frei entfalten und die Stäbe in einem großen Raum mit 11 m x 10 m in eine beliebige Richtung legen. Da ich die Stäbe aneinander reihe, habe ich auch bei solchen Raummaßen keine Probleme mit der Länge.

Untergrund bei Stabparkett muss stimmen

Der richtige Untergrund ist für eine gute Stabparkettverlegung sehr wichtig. HIer benötige ich für einen festen Untergrund einen Stabparkettboden. Sei es nun ein Trockenestrich, Estrich oder eben Spanplatten auf einer Holzkonstruktion. Immer ist eine Kontrolle des jeweiligen Unterbodens auf einen Meter nötig.

Unebenheiten von Untergrund sind zu begradigen

Andernfalls müssen Unebenheiten ausgeglichen werden. Habe ich ein altes Haus mit einer Holzbalkendecke, so muss ich als erstes Zeit und Geld aufwenden diese zu begradigen.

Im Anschluss daran muss ich meist noch einen Blindboden erschaffen, welcher tragfähig ist. Ebenso nötig ist dies bei einer Unterkonstruktion auf einer Bodenplatte, auf der ich dann noch meine Spanplatte und Schalungsbretter aufbringen muss. Hier ist eine starke Dielung klar im Vorteil, da hier die Balkendecke oder Unterkonstruktion ausreicht.

Verklebung auf Estrich ist bei Parkett einfacher

Bei einer Verklebung auf dem Estrich hat das Parkett wieder etwas die Nase vorn, besonders, wenn es um Parkett auf Fußbodenheizung geht. Parkettstäbe lassen sich sehr schnell, vor allem im wilden Verband, auf einen Estrich verkleben. Die Stäbe könne am festen Anlieger einfach herangeschoben werden oder leicht mit einem Schlagklotz befestigt werden. Hier braucht auch nur in wenigen Fällen Gewicht auf die Fläche gestellt werden, da durch die kleinen Stäbe der Parkett Boden gut im Kleber liegt. Schlossdielen zu verkleben, dauert um Einiges länger, da sie immer nur Stück für Stück verklebt und verspannt werden können. Hinzu kommt, dass ab einer Länge von 4 m ein alleine Arbeiten sehr schwer ist.

Parkettboden kann man alleine montieren

Ein Parkettboden hingegen ist leicht, alleine zu montieren. Man muss hierbei, aber auch berücksichtigen, dass ein Holzboden aus Schlossdielen über 100 Jahre hält und der Parkettboden schon nach 20 Jahren verschlissen ist. Somit kann der Aufwand der Verlegung bei längerer Nutzungsdauer der Schlossdielen geringer sein, da man es nur einmal in 100 Jahren machen muss.

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Schlossdielen oder Parkett

Schlossdielen Eiche

Schlossdielen aus Eiche © Havelland Diele GmbH

Schlossdielen haben im Gegensatz zu Parkett eine Breite von mindestens 200 mm, mindestens 20 mm Stärke. Meist werden Schlossdielen in Raumlänge in bis zu 15 m Länge produziert.

Schlossdielen oder Parkett – Vor- und Nachteile

Wer ein klares und reines Holzbodenbild, ohne Äste und nennenswerte Unterschiede, bevorzugt, der wird mit der Minidiele besser beraten sein. Selbst die sauberste Schlossdiele hat natürliche Weise Struktur und Farbabweichungen sowie unterschiedlich große Äste.

Schossdielen in Räumlänge nicht von Querstößen unterbrochen

Allerdings sieht eine Schlossdiele in Raumlänge schon eindrucksvoll aus und wird nicht von Querstößen unterbrochen. Die wundervolle Vielfalt des Holzes bleibt voll und ganz erhalten und durch ihre große Stärke bleibt sie über viele Generationen in den Räumen liegen.

Längere Verlegung sorgt für Eyecatcher Moment

Man muss schon klar sagen, dass eine Verlegung der Schlossdielen in Raumlänge ein Eyecatcher ist. Wie schon erwähnt verläuft die Maserung des Dielenholzes in einer Linie durch und wird nicht von Querstößen unterbrochen.

Schlossdielen sind länger haltbar

Die wundervolle Vielfalt des Holzes bleibt voll und ganz erhalten und durch ihr große Stärke bleibt sie über viele Generationen in den Räumen liegen.

Stabparkett hat zwar mit ca. 20 mm Stärke ebenfalls eine sehr gute Lebenszeit, kann jedoch mit einer 28 oder 30 mm starke Diele nicht mehr mithalten. Das Stabparkett hat zwar mit ca. 20 mm Stärke ebenfalls eine gute Lebenszeit, kann jedoch mit einer 28 oder 30 mm starken Diele nicht mithalten.

Schadstofffreie Verlegung von Schlossdielen möglich

Ein weiterer Vorteil der Schlossdiele ist die Möglichkeit, sie sehr einfach und schadstoffrei zu verlegen. Wie bereits beschrieben, kann sie einfach auf eine Lattung genagelt oder geschraubt werden und ich spare mir Estrich oder OSB Platten als Unterbau. Zudem benötige ich keine Klebstoffe, um das Parkett zu befestigen.

Parkettboden kann theoretisch auch ohne Parkettkleber verlegt werden

Zwar könnte ich unter einen Stabparkettboden auch eine reine Holzschalung legen und das Parkett nageln. Zudem benötige ich keine Klebstoffe, um das Parkett zu befestigen. Doch dieser Aufwand ist sehr hoch und nur noch wenige Handwerksmeister beherrschen diese Technik.

Fazit

Schlossdielen sind etwas für Liebhaber der puristischen Natur, die Größe und Originale bevorzugen. Ein Stabparkett oder Parkettboden ist eher für Menschen mit einem Anspruch an Klarheit und homogene Erscheinungsbilder. Beide Formen haben ihre Daseinsberechtigung. Welcher Typ Mensch sie sind, das entscheiden sie selbst. Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl des richtigen Holzbodens, melden Sie sich einfach bei uns. Bis demnächst.

Ihr Team von der Havelland Diele GmbH