Lärchenholzboden für Ihr Traumhaus

Lärchenholzboden

Lärchenholzboden aus raumlangen Schlossdielen © Havelland Diele GmbH

Ist ein Lärchenholzboden für Ihr Traumhaus eine Option? Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile von einem Holzboden aus Lärchenholz auf.

Der europäische Lärchenbaum braucht sehr viel Licht und wächst daher auch oben in den Bergen, wo die Sonneneintrahlung groß ist. Bei guten Bedingungen kann die Lärche über 50 Meter Wuchshöhe bei einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Aufgrund seiner Holzeigenschaft wird Lärchenholz als Bauholz, Möbelholz und zur Produktion von einen Lärchenholzboden genutzt. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die verschiedenen Optionen von Lärchenholzböden mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen.

Was macht Lärchenholz so besonders?

// Bild Holzstruktur Lärche

Ein Lärchenbaum kann ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen. Die Nadeln der Lärche brauchen viel Wasser, doch im Winter kann die Lärche kein Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund wirft die Lärche im Winter ihre Nadeln ab ähnlich wie ein Laubbaum. Schauen wir uns nun an, was Lärchenholz so besonders macht und warum die Lärche weltweit zu den beliebtesten Hölzern zählt.

#1 Härtestes Nadelholz nach Douglasie

Die Lärche hat eine Brinellhärte von 19 N pro mm² und liegt damit nur knapp hinter der Douglasie (20 N pro mm²). Jedoch kommt selbst das beste Nadelholz nicht an die Härte von Laubholzdielen wie Eiche (37 N pro mm²), Esche (34 N pro mm²) oder Robinie (41 N pro mm²) heran. Im privatem Wohnungsbau oder in schwächer frequentierten gewerblichen Bereichen spielt die Härte jedoch keine so große Rolle. Aus diesem Grund ist ein Lärchenholzboden in ihrem Traumhaus auf jeden Fall eine Option.

#2 Mittelmäßig Witterungsbeständig

Lärchendielen Küche

Lärchendielen in der Küche © Havelland Diele GmbH

In Deutschland wird die Eignung von einem Dielenholz für den Außenbereich mit der Dauerhaftigkeitsklasse bestimmt. Hierbei gibt es Schulnoten von 1 bis 5, wobei 1 die beste Beständigkeit gegen Witterung und Insektenfraß aufweist. Mit einer Dauerhaftigkeitsklasse von 3 bis 4 iegt Lärchenholz in der Mitte. Trotzdem sind Lärchen Terrassendielen so beliebt, wie kann das sein? Dies liegt daran, dass Lärchenholz ohne Bodenkontakt eine Dauerhaftigkeitsklasse von 2 hat. Baut man die Holzterrasse mehr als 20 cm über den Boden können auch Lärche Terrassendielen sehr lange halten.

#3 Holzstruktur und Maserung

Die meisten Menschen erkennen die Lärche an dem ausprägten Farbunterschied zwischen Kern- und Splintholz wieder. Während der Splint eher von hellgelblicher Färbung ist, hebt sich das Rötliche bis Rotbraune deutlich davon ab. Unter Lichteinfluss dunkelt das Dielenholz des Lärchenholzes sehr stark nach, was man durch Ölen und Laugen kompensieren kann. Darüber hinaus besitzt das Holz der Lärche einen starken, aromatischen Duft.

#4 Lärchenharz ist ein beliebtes Heilmittel

Aus dem Harz der Lärche kann man das beliebte Naturheilmittel Lärchenterpentin gewinnen, das man in vielen Apotheken käuflich erwerben kann. Dieses traditionelle Heilmittel wird zur Behandlung von rheumatischen und neuralgischen Schmerzen verwendet. Vor der Verwendung sollte natürlich immer eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden, da es bei falscher Anwendung zu Nebenwirkungen kommen kann.

Welcher Lärchenholzboden darf es sein?

Die schwierigste Frage, die sich Liebhaber vom Lärchenholz stellen müssen, ist, welcher Lärchenholzboden es sein soll? Damit Ihnen die Entscheidung etwas leichter fällt, möchten wir die verschieden Arten von Lärchenholzböden kurz vorstellen.

#1 Lärche Schlossdielen

Die erste Art einen Lärchenholzboden zu gestalten sind raumlange Lärche Schlossdielen in 20 bis 550 mm Breite, 20 bis 30 mm Stärke und bis zu 15 Meter Länge. Eine solche Schlossdiele aus Lärche trägt mehrere hundert Jahre Geschichte in sich. Doch Lärche Schlossdielen haben auch ihren Preis, ebenso sind in einigen Räumlichkeiten selbst 15 Meter zu kurz, um raumlang verlegt werden zu können. Somit sind Lärche Schlossdielen ohne Frage eine der schönsten Varianten vom Lärchenholzboden, aber nicht die Einzige.

#2 Lärche Landhausdielen

Eine Dimension kleiner sind dann die Landhausdielen, die in der Regel in gemütlichen Stuben oder rustikalen Landhäusern Verwendung finden. Unsere Lärche Landhausdielen werden auch aus hochwertigem Erdstammholz in einem 11,5 cm Raster als Smartwoods Diele hergestellt. Auf diese Weise können auch Dielen unterschiedlicher Breiten von 115, 230, 345 mm etc. und Längen aufeinanderstoßen. Im Ergebnis können wir Lärche Landhausdielen in klassischen Parkettverlegemustern wie Chevron, Fischgrät, Schiffsboden, englischer Verband etc. in bis zu 2,3 Meter Länge verlegen.

#3 Lärche Parkettboden

Noch eine Dimension kleiner ist das Lärchenparkett, das meist in einer Stärke von 8 bis 20 mm, Breiten von 50 bis 120 mm sowie Längen von 90 bis 1200 mm hergestellt wird. Ein Lärchenparkett macht vor allem in großen Räumlichkeiten Sinn, in denen keine raumlangen Dielen verlegt werden können. Ebenso werden sich Liebhaber der verschiedenen Verlegemuster vom Altdeutschen Verband bis zum Schiffsboden an einem Parkettboden erfreuen.

Geringere Lebensdauer als ein Lärche Dielenboden

Jedoch hält ein Massivholzparkett aus Lärchenholz meist nur 40 bis 70 Jahre. Dies ist natürlich weniger als die Schlossdielen aus Lärchenholz, welche über 150 Jahre lang halten können.

#4 Lärchenholzboden Terrasse

Lärchenholzboden Terrasse

Lärchenholzboden Terrasse © Havelland Diele GmbH

Die Lärche ist eines der wenigen Dielenhölzer, die Außen und Innen verlegt werden können. Aus diesem Grund ist es möglich, sowohl den Holzboden im Traumhaus als auch die Holzterrasse aus Lärchenholz zu fertigen. Die Lärche wirkt als helles Dielenholz besonders luftig und strahlend, was als Terrassenholz ein besonderer „Augenfänger” ist.

Lärchenholzboden ölen, laugen, beizen

Viele Kunden denken, dass ein Lärchenholzboden nur eine mögliche Optik und Farbe haben kann, doch das ist nicht korrekt. Durch das Ölen, Laugen und Beizen kann man die farbliche Optik von einem Lärchenholzboden verändern.

Die pure Lärche ölen

Wer wirklich die pure Farbe und natürliche Holzstruktur sowie Maserung vom Lärchenholz erhalten möchte, der wird die Lärchendielen wahrscheinlich mit Naturöl oder Hartwachsöl behandeln. Soll es eher noch heller werden, kann man ein leichtes, weißes Dielenöl verwenden.

Lärchenholzdielen laugen

Viele Kunden träumen vom perfekten weißen Lärchenholzboden. Möchte man den ohnehin helleren Farbton der Lärche ins Weiße verschieben, so ist das weiße Laugen mit anschließendem weißen Ölen oder Seifen die richtige Wahl.

Lärche Dielenboden beizen

Lärche Holzboden gebeitzt

Lärche Holzboden gebeitzt © Havelland Diele GmbH

Die letzte Option ist selbst für mich als Holzfachmann immer wieder beeindruckend, denn durch Beizen ist es möglich, das Lärchenholz sehr dunkel zu färben. Auf diese Weise kann man mit dem Beizen einen fast schwarzen Lärchenholzboden erzeugen.

Fazit

Das Dielenholz der Lärche ist schon etwas besonderes und kann mit seiner einzigartigen Holzstruktur viele Menschen in den Bann ziehen. Je nachdem welche Räumlichkeiten man hat, kann man einen Lärchenholzboden aus Schlossdielen, Landhausdielen oder Parkettdielen verwenden. Selbst der Bau einer Holzterrasse im Außenbereich ist mit Lärchenholz möglich. Besonders spannend ist, dass man die Farbe vom Lärchenholz von fast weiß bis fast schwarz durch simple Oberflächenbehandlungen wie Laugen, Ölen und Beizen verändern kann. Falls Sie auch über einen Lärchenholzboden in Ihrem Traumhaus nachdenken, dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

Ihr Jan Nicklaus von der Havelland Diele GmbH

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